Aufruf zur Zerstörung aller Genfelder 2010

Da 2009 zwei FeldzerstörerInnen verurteilt wurden und der rechtfertigende Notstand abgelehnt wurde, mit dem Argument: Ein Feld kaputt machen reiht nicht , mensch müsse schon alle plattmachen um die Gentechnik zu verhindern. Schlussfolgerung: Wenn alle Felder kaputt gemacht werden ist es keine Straftat, weil dann der rechtfertigende Notstand greift. Von daher ist auch der Aufruf dazu alle Felder zu zerstören keine Straftat.

So wurde also ein Aufruf formuliert 2010 alle Genfelder zu zerstören. Der Aufruf soll unter anderem durch Anzeigen öffnetlich gemacht werden.

Den Aufruf gibt es hier:

Prozess um Üplinger Felbesetzung steht bevor

wichtige Änderung: der Prozesstermin wurde Kurzfristig auf Mittwoch, den 24. Juni verschoben

Oschersleben/Üplingen
Es scheint keine Ruhe in der Auseinandersetzung mit der BioTech Farm, die den Schaugarten für gentechnisch manipulierte Pflanzen in Üplingen betreibt, zu geben.
In der Nacht vom 12. auf den 13.3.2009 wurde der Schaugarten von Umweltaktivist_innen besetzt um eine Aussaaat der gentechnisch veränderten Pflanzen zu verhindern und die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen.
Die Besetzung wurde jedoch schon am nächsten Tag von der Polizei geräumt.
Dies dauerte allerdings den ganzen Tag, da sich einige Aktivist_innen an einem auf das Feld geschafften Betonblock bzw. an einem Turm (der eigentlich für die Beobachtung des Feldes durch eine Security-Firma gedacht war) festgekettet hatten. In der Folge erhielten alle polizeilich registrierten Personen, denen die Beteiligung an der Besetzung vorgeworfen wurde, von Kerstin Schmidt, der Geschäftsführerin der BioTech Farm, die Aufforderung eine strafbewährte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und nicht mehr die von der Firma gepachteten Flächen (neben ausgedehnten Ackerflächen auch das gesammte Gelände des Stiftsgutes, also halb Üplingen) zu betreten. Sie sollten sich verpflichten 4000 Euro Strafe zu zahlen, falls sie es dennoch machen würden. Darauf antworteten die meisten Angeschriebenen und baten um weitere Erklärungen, auf die aber Seitens der BioTech Farm nicht reagiert wurde. Stattdessen flatterte ihnen eine gerichtliche Einstweilige Verfügung ins Haus, dass sie nun bis zu 250 000 (!) Euro bezahlen sollten (ersatzweise bis zu 6 Monaten Haft) wenn sie die
Fläche des Schaugartens betreten sollten. Dagegen legten einige Aktivist_innen Widerspruch ein.

Zwei der Widersprüche wirden nun am 20.5.2009 um 11:00 bzw 11:15 Uhr vor dem Amtsgericht in Oschersleben (Gartenstr.1) Saal 12 verhandelt.

Die Aktivist_innen wollen die Gelegenheit nutzen und das Thema Gentechnik und die finanziellen Verknüpfungen der Gentech-Firmen erneut in die Öffentlichkeit bringen. Denn die Verpflechtungen der Firma sind sehr weitreichend und es drängt sich der Verdacht auf, dass ein Hauptzweck das Einstreichen von offiziellen Fördermitteln ist. Auch ist mit dem (vorläufigen) Verbot des gentechnisch veränderten Mais MON 810 in Deutschland noch lange nicht der Spuk vorbei. Es gibt viele Flächen, auf denen „zu Versuchszwecken“ gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden; so auch in Üplingen. Die Gefahren die davon ausgehen sind
erheblich.

Mahnwache am KWS-Feld in Dreileben

Seit heute (Sa. 25. April 2009) gibt es im Dorf Dreileben (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) eine Mahnwache von Witzenhäuser Studierenden gegen die Gentechnik-Zuckerrüben der KWS Saat AG. Dort in Dreileben ist ein geplantes Feld für diese Gentechnik-Zuckerrüben, das am 15.4.09 auch von Witzenhäuser Studierenden besetzt war (jedoch von der Polizei am gleichen Tag wieder geräumt wurde).
Mahnwache von Witzenhäuser Studierenden:

Seit heute (Sa. 25. April 2009) gibt es im Dorf Dreileben (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) eine Mahnwache von Witzenhäuser Studierenden gegen die Gentechnik-Zuckerrüben der KWS Saat AG.

Dort in Dreileben ist ein geplantes Feld für diese Gentechnik-Zuckerrüben, das am 15.4.09 auch von Witzenhäuser Studierenden besetzt war (jedoch von der Polizei am gleichen Tag wieder geräumt wurde).

Die Mahnwache braucht Unterstützung! Setzt ein Zeichen: Kommt vorbei! (Bei Fragen dazu kann man sich gerne an uns wenden, oder besser direkt an das Mahnwachen-Handy: 0157- 77 25 39 34)

Hintergrund:
Die KWS will in diesem Frühjahr -wie 2008 schon- Freiland-Versuche mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben durchführen. Jetzt sofort im Landkreis Börde, und bald wohl auch im Landkreis Northeim (Südniedersachsen) und möglicherweise auch nähe Rostock.
Weitere Infos dazu, und die laufende Entwicklung der Mahnwache, und andere Aktionen gegen Gentechnik:
www.kws-gentechnikfrei.de

GenWitz-weg = Witzenhäuser Studenten der Ökologischen Agrarwissenschaften gegen Gentechnik in der Landwirtschaft

Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und gentechnikfreie Lebensmittel!

gendreck ade – noch ein feld besetzt!

Ja, Ja in und um die Börde passiert viel dieses Jahr.

Seit heute morgen stehen nun auch Tripod und Betonklotz einer weiteren unabhängigen Aktivistengruppe auf einem Gen-Mais versuchsgelände in Braunschweig. dort sollte, neben einem wohl inzwischen gecancelten Mon810 versuch, der anbau einer weiteren Gv-maislinie, die nicht vom verbot betroffen war, erfolgen. daraus wird erstmal nichts, laut infos der „Braunschweiger zeitung“ haben die verantwortlichen für den GvO versuch gegenüber den besetzern eine duldungserklärung abgegeben. Die metode GvO Vereisetzungen im rambo-style duchzuprügeln, wie zuletzt in Üplingen (BioTech Farm), Groß Lüsewitz (Biovativ) und Dreileben(KWS), scheint erst mal ausgesetzt.

Hier die PM der Aktivistis:

FeldbesetzerInnen fordern: Die Gentechnikfelder in Braunschweig stoppen!

Es ist Freitagmorgen, 24. April. Auf dem Ex-FAL-Gelände an der Bundesallee im Westen der Stadt steht kein genmanipulierter Mais, sondern Zelte, ein Turm und ein Betonblock. Rundherum sind Menschen, die mit der Besetzung einer Fläche nicht nur gegen die Genversuche demonstrieren, sondern diese verhindern wollen. Ihr Motiv: Während bis zu 80 Prozent der Bevölkerung die Agrogentechnik ablehnen, sind Konzerne und staatliche Institutionen fast durchgehend damit beschäftigt, die Gentechnik weiterzuentwickeln. Damit Deutschland vorne dranbleibt in der Welt – egal, wie schlecht die Idee ist.

„Unser Ziel ist: Gar keine Agrogentechnik!“ verkünden die FeldbesetzerInnen selbstbewusst. Denn deren Ziele würden insgesamt nicht sinnvoll sein – da helfen auch keine Nachforschungen zur Sicherheit der Technik, wie sie in Braunschweig geplant sind. Die Kritik der AktivistInnen:

* Unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen dienen Forschung und Produktion vor allem dem Macht- und Profitausbau. Wer die Augen aufmacht, sieht das überall: Sozialabbau, Konkurrenzkämpfe am Arbeitsmarkt, Abzocke und kriminelle Methoden bei großen und kleinen Firmen, Überwachungsskandale bei Staat und Konzernen.
* Bei der Agrogentechnik ist es genau so. Sie soll und wird Nahrungsmittel und Saatgut künstlich verknappen. Dadurch passiert genau das Gegenteil von dem, was die Propaganda sagt: Hunger und Abhängigkeiten werden erzeugt, weil das die Profite erhöht. Durch Gentechnik lässt sich Leben patentieren, können gezielte Veränderungen der Gene die Vermehrung von Saatgut verhindern oder bestimmte Pflanzen an firmeneigene Spritzmittel gekoppelt werden. Gentechnik ist – so eingesetzt – eine Waffe (Infoseite zu emanzipatorischer Gentechnikkritik).
* Diese Kritik trifft auch die Versuche in Braunschweig. Die sollen untersuchen, welche Wirkung die Gentechnik hat. Aber: Wer untersucht, wie genau die Waffe trifft, welche Wirkung sie beim Opfer hinterlässt und wer alle noch getroffen wird, ist Mitentwickler der Waffe. Sicherheitforschung, wie die Versuche in der Propaganda bezeichnet werden, ist nichts als Propaganda und ein Trick an dicke Fördertöpfe aus Steuergeldern zu kommen.

Warum eine Besetzung?

Aus dem Informationsblatt der FeldbesetzerInnen, das diese rund um die Versuchsfläche verteilen:

Die Ausbreitung der Gentechnik muss auch an den Feldern gestoppt werden! Massenweise Unterschriftenlisten, dazu bunte Broschüren mit Tipps zum gentechnikfreien Einkauf – nicht zu vergessen die Propaganda der Parteien, die mit Gentechnikkritik Wählerstimmen fangen wollen. Das alles kennen Sie wahrscheinlich. Es hat aber eine entscheidende Schwäche: Die Pollen der gentechnikveränderten Pflanzen, Bienen und Mikroorganismen fragen nicht danach, wer gerade welche Lebensmittel kauft. Sie werden einmal ausgebrachte gv-Pflanzen (gv = gentechnisch verändert) verbreiten von jedem Feld aus. Unaufhaltsam. Auch von ganz wenigen Feldern wird die Gentechnik ihren Siegeszug antreten – und deshalb machen die geldgeilen Forschungsinstitut und profitorientierten Konzerne weiter, immer Mithilfe von Behörden, in denen Gentechnik-Seilschaften die Fäden ziehen. Eine gentechnikfreie Landschaft kann also nur erhalten bleiben, wenn es gelingt, die Ausbringung zu verhindern. Oder anders: Die Entscheidung findet auf den Feldern statt. Eines davon soll hier in Braunschweig angelegt werden. In den nächsten Tagen fallen die Würfel: Gelingt es, die Aussaat zu blockieren, ist die Region Braunschweig in diesem Jahr komplett gentechnikfrei. Unterstützt uns bei diesem Ziel: Kommt zum Feld, besetzt die Fläche mit oder macht Aktionen vor den Toren. Ruft die Verantwortlichen bei Behörden, dem Von-Thünen-Institut und RWTH Aachen an. Gewinnt mehr Menschen dafür, auf eine der vielen möglichen Wege „Nein“ zu sagen zu dieser Technik, die nur den Profiten dient.

Kontakt und mehr Infos

* Aktionsseite zum besetzten Feld in Braunschweig auf www.gentech-weg.de.vu
* Infoseite zu Feldbesetzungen 2009 (mit Lageplan zum besetzten Feld in Braunschweig)
* Aktionstelefon am Feld: 01522-9990199
* Hintergründe zu Genfeldern in Braunschweig: www.julius-kungel-institut.de.vu
* 8-seitiges Argumentepapier zu den Genversuchsfelder in Braunschweig

Das ehemalige FAL-Gelände, auf dem die Versuchsflächen besetzt wurden, liegt in Braunschweig an der Bundesallee. Die große, normalerweise eingezäunte Fläche ist im Westen der Stadt mit dem Bus „M11“ Richtung Lamme gut erreichbar. Gegenüber einen Fuß- und Radweg am nördlichen Rand des Stadtteils Kanzlerfeld liegt ein Eingangstor auf das Gelände an der Bundesallee. Von diesem ist das besetzte Feld einfach zu erreichen. Allerdings ist unklar, ob der Zugang nicht von Sicherheitskräften verwehrt wird, denn das Gesamtgelände ist ansonsten eingezäunt. Ebenso unklar ist, ob es eine schnelle Räumung gibt oder das Feld gehalten werden kann. Laut Versuchsleiter Dr. Stefan Rauschen von der RWTH Aachen soll die Aussaat bis Mitte Mai erfolgen. Bis dahin ist also Zeit, durch diesen und weitere Proteste den Versuch politisch zu stoppen.

Hinweis auf weitere Aktivitäten:

Am 25. April planen Bürgerinitiativen eine Fahrraddemonstration gegen Gentechnik aus der Braunschweiger Innenstadt (11 Uhr Start am Ringerbrunnen) hinaus zum FAL-Gelände. Dort beginnt dann eine 14-tägige Mahnwache vor dem Eingangstor. Informationsseite für ein gentechnikfreies Braunschweiger Land: www.bs-gentechfrei.de.

Aktionstage: Samstag

+++Morgends finden Workshops zu Feldbesetzungen und Seedbombs bauen statt. Ein MDR- Filmteam stattet uns einen Besuch ab+++
+++gegen Abend sind insgesamt etwa 30 Leute anwesend. Es folgt eine offene Diskussion zum Widerstand gegen Gentechnik+++
+++aktuell spielen Lovenia +++

+++Morgen geht es weiter! Um 11:00 geht die Fahrradkarawane von Erxleben los nach Marienborn, um 12:00 geht es dann von dort aus nach Üplingen. Wir wünschen uns gutes Wetter…

wegbeschreibungen

Nach Erxleben
mit dem Auto: Autobahn A2 zwischen Magdeburg und Braunschweig, Abfahrt 65 (Eilsleben) und dann die L25 durch Uhrsleben nach Erxleben. Dort nach links auf die B1 einbiegen und die zweite Straße nach links nehmen (Schulstraße). Dann nach rechts in die Bauernstraße einbiegen, Hausnummer 8.

mit dem Zug: Regionalbahn zwischen Braunschweig und Magdeburg, an der Haltestelle Ovelgünne aussteigen und die B246a entlang über Hakenstedt und auf die L25 über Uhrsleben. Siehe oben.
ihr könnt, wenn es von Braunschweig aus geschickter ist, auch in Marienborn aussteigen. Von beiden Bahnhöfen sind es nochmal etwa 10 Km nach Erxleben.

Nach Marienborn (zur Fahrradkarawane am Sonntag, 12:00 Uhr am Bahnhof):
entweder mit dem Zug zum Bahnhof oder mit dem Auto die Autobahnabfahrt 64 (Alleringersleben) nehmen und gleich nach Marienborn abbiegen.

Nach Üplingen
mit der Bahn oder Auto (Abfahrt 65/ Eilsleben) nach Eilsleben. Ab Eilsleben die B245 richtung Völpke/ Barneberg nehmen und in Badeleben nach links auf die Üplinger Straße abbiegen.

MON810 verboten

Der genmanipulierte Monsantomais MON810 wurde inzwischen verboten, und damit die einzige genveränderte Pflanze, die in Deutschland zur Zeit kommerziell angebaut wird. Das ist zunächst ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er von „Oben“ kommt. Doch damit ist noch lange kein Ende der grünen Gentechnik in Sicht; vielmehr bleibt der Versuchsanbau von genveränderten Pflanzen wie z.B. in Üplingen als vermeintlich innovative und fortschrittliche Lösung für die Probleme der Menschheit weiter bestehen.
Das bedeutet: wir sind noch lange nicht am Ziel, es braucht vielmehr eine starke und emanzipatorische Bewegung von Unten, die nicht Forderungen stellt, sondern Tatsachen schafft. Wir machen weiter und sehen uns hoffentlich bei den Aktionstagen in Üplingen/Erxleben!

2. Genfeld in der Magdeburger Börde besetzt!

Diesmal traf es den KWS_Zuckewrrüben Versuch in Dreileben, ca 20 km vom Schugarten der BioTech Farm in Üplingen entfernt!

Hier die Pressemitteilung der AktivistInnen:

Ziviler Ungehorsam: Gentechnik-Gegner besetzten Gentechnik-Versuchsfeld der KWS bei Dreileben

Dreileben. Im Schutze der Dunkelheit wird schweres Material herangeschafft: Lange Baumstämme, Taue und grauer Beton sollen in dieser Nacht auf dem noch unbearbeiteten Ackerboden ihren Platz finden. Im Morgengrauen war es geschafft – Turm und Betonkonstruktion stehen: Heute Nacht besetzte eine Gruppe von Gentechnik-Gegnern bei Dreileben in der Magdeburger Börde ein Versuchfeld der KWS Staat AG. Mit ihrer Aktion wollen sie den Anbau von gentechnisch veränderten Zuckerrüben verhindern.

Fakt ist: Die europäischen Verbraucher lehnen mehrheitlich Gen-Lebensmittel ab. Dennoch hält die KWS Saat AG weiterhin an ihrem Kurs fest, die Gentechnik in Deutschland zu etablieren. Ein Drittel seines Jahresumsatzes – im Geschäftsjahr 2008 fast 600 Millionen Euro – erzielte der Konzern durch gentechnisch verändertes Saatgut: „Der Verzicht auf Gentechnik würde uns mit einem Schlag 150 Millionen Euro Umsatz kosten“, betonte Vorstandssprecher Philip von dem Busche auf der letzten Aktionärsversammlung. Diese rein ökonomische Sichtweise stößt bei Kritikern auf Unverständnis: „Die KWS nimmt die hohen Risiken der Gentechnik billigend in Kauf“, vermutet Benjamin Volz, einer der Feldbesetzer. Beispielsweise könnte eine Auskreuzung der veränderten Gene heutige Kulturpflanzen unwiederbringlich zerstören. Durch das Patenrecht auf die Designer-Pflanzen würden Bauern zudem in die Abhängigkeit von Großkonzernen getrieben.

Bestätigt sehen sich die Aktivisten nicht zuletzt durch den Menschenrechtsausschuss der Vereinigten Nationen. Dort erklärte man im Mai 2008: Der Einsatz von Agro-Gentechnik verstoße gegen die allgemeinen Menschenrechte. Das Vertrauen der Feldbesetzer in eine Politik, die trotz solcher Aussagen nicht handelt, ist längst erloschen. Anlässlich eines Besuchs in Einbeck, bestärkte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), das Unternehmen und begrüßte die Gentechnik-Versuche des Konzerns. „Während alle diskutieren, werden hinter unserem Rücken Fakten geschaffen, die wir verhindern müssen, bevor es endgültig zu spät ist“, sagt Aktivist Christian Pratz.

Die Bedrohung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren, die Auslöschung des traditionellen Landbaus sowie mangelnde Transparenz der Lebensmittelproduktion, das alles seien die drohenden Folgen der Labor-Designer-Pflanzen, so die Feldbesetzer. Angesichts solcher Perspektiven fühlen sich die jungen Gentechnik-Gegner ein Stück weit um ihre Zukunft betrogen. Konsequent werden sie deshalb auf dem KWS-Versuchsfeld ausharren, bis die angekündigte Gen-Saat verhindert ist.

Kontakt für die Presse:

Phillip Brändle
Walburgerstr. 43
37213 Witzenhausen
Tel: 05542/6199550
Mobil: 01639709645
E-mail: phillip.braendle@googlemail.com
Web: www.kws-gentechnikfrei.de

Feldhandy: 0157/77253934
(Direkter Kontakt mit den Aktivisten)

Bisheriges Programm fürs Aktionswochenende…

…kann gerne noch erweitert werden!

Freitag: 20:30 – Bilderschau zu Gen-Feldbesetzungen und
-befreiungen 2008 und 2009

Samstag: 10:00 – Feldbefreiungs/besetzungs-Workshop
12:00 – Seed-Bombs bauen (völlig ungefährlich:
Saatgut-Bomben --> Unkraut gegen gentech!)
15:00 Aktionsvorbereitung und Kinderprogramm:
Fussball spielen, Kinderschminken und vieles mehr
Abendessen
19:00 – Podiumsdiskussion über die Vor- und Nachteile
der Agrogentechnik und Berechtigung direkten Widerstandes
mit Christoph Potthoff vom Gen-ethischen Netzwerk und Sigmar Groenefeld, Uwe
Schrader und Kerstin Schmidt (Geschäftsführer der BioTech Farm)
eingeladen

Sonntag: 11:00 Aufbruch in Erxleben nach Marienborn.
12:00 Uhr Fahrrad-Karawane Start in Marienborn.
Mit Musik von
Trillke Orchester (Balkanfolk/Ska) (auch unterwegs) und
Pausen in den Dörfern am Weg
ca 15:00 Ankunft in Üplingen
ca 19:00 Lesung von Silvia Habele auf dem Feld oder bei
der Mahnwache
neben dem Feld

Deutschlandweites Aktionswochenende zum Aktionstag von La Via Campesina

Vom 17. – 19. April sind, über die erneute Besetzung des Gen-Schaugartens in Üplingen hinaus, zahlreiche weitere direkte Aktionen gegen die fortschreitende Industrialisierung und Brutalisierung der Landwirtschaft angekündigt:

- Fahraddemo zum Sitz des Gen-Saatgutkonzerns KWS in Eibeck (Niedersachsen)

- Saatgutmarkt in Kitzingen (Bayern) für die Vielfalt auf dem Acker und Ökologische Maissaat auf einem angemeldeten Gen-Acker

-Symbolische Besetzung der Baufläche von Europas zukünftig größter „Ferkel-Produktions-Anlage“ in Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern)

-Aussaat ökologischer Gerste in Groß Lüsewitz (auch Mecklenburg-Vorpommern) zur Verhinderung des dort geplanten Gengerste-Versuchs.

mehr zu allem unter: gentech-weg.de.vu